Internetseite zur Unterhaltsvorschusskritik



Inhalt:


Idee Unterhaltsvorschuss als Neuerung


Das zugrunde liegende Familienbild


Weitere Konflikte mit den Realsituationen


Fazit mit gesellschaftlicher Folge


Lösung: ein anderer Ansatz


Diskussion Bereicherung am Kindereinkommen


Weitere Diskussionsmöglichkeiten und Meinungen


Schriftliche Gefechte exemplarisch

(auf http://akkumensch.sportkraftwerk.de/SozialerIstMist)





Unterhaltsvorschuss eine Neuerung im Geiste seiner Entstehung:


Es ist an sich bemerkenswert fortschrittlich*, von Vätern finanziell im Stich gelassenen Kinder durch die staatliche Zahlung eines Unterhaltsvorschusses abzusichern.


In der Denke, dass Eltern ihre Kinder ernähren und Familien naturgemäß eine Wirtschaftsgemeinschaft sind, ist auch logisch, dass dieser Unterhaltsvorschuss nur in Ausnahmen gewährt wird.


Dies setzt jedoch ein spezielles Lebens- und Wirtschaftsbild voraus.


Es muss möglich sein, dass Eltern als Alleinverdiener oder Haupt- und Zuverdiener oder ggf. auch als Gleichverdiener in jedem Beruf und jeder beruflichen Stellung ihre Kinder und ggf. ihren Ehepartner mitfinanzieren können.


Ferner muss von den Mitgliedern einer solchen Familiengemeinschaft verlangt werden können, dass sie ihrem "Haushaltsvorstand" vertrauen oder überhaupt dieses Rollenmodell – so rudimentär es im Einzelfall auch nur ausgeprägt sein mag – annehmen möchten.


Illusion:

Beides jedoch ist inzwischen nicht mehr gegeben. Der einzelne individualisiert sich und Gesetze, die Privatpersonen stärker gesetzlich an einander binden, sind damit eindeutig rückschrittlich.

(auch christliche oder anders religiöse oder moraische Eheversprechen werden durch zwangsweise Einkommensteilung pervertiert, solche Versprechen sind nämlich freiwillig und sollten keinem an Geld gebundenen Vertrag gleichen in einer Zeit. Heute würde man es als unanständig empfinden, wenn Menschen nur wegen ihres Vermögens und nicht aus Liebe heiraten...)


Auch eine staatlich anerkannte homosexuelle Lebensgemeinschaft, die wirtschaftlich zu Abhängigkeiten untereinander führt, ist kein Fortschritt zum freieren Leben, es wendet lediglich das Modell des "Vater=Ernährer + Mutter und Kinder gehören seinem Haushalt an" auf alle (modernen) Formen des Zusammenlebens an.



Die beruflichen Situationen und der Arbeitsmarkt allgemein schließen aber immer mehr Menschen davon aus, zunächst sich ganz allein und dann auch noch Kinder oder Partner aus eigener Tasche zu finanzieren.

Durch Rationalisierungsprozesse entstehen nicht nur fehlende Einkommen für (erwerbsarbeits- oder einkommenslose) Einzelpersonen. Die Dritten, die in früheren Zeiten über diese heute nicht mehr gegebenen Einkommen überwiegend mitfinanziert wurden, sind ebenso betroffen und fallen ggf. unter die Armutsgrenze.


*Früher war es nicht "besser", sondern anders. Es war jedoch für viele Menschen einfacher zu verstehen, wenn auch nicht immer im Herzen akzeptiert, sondern eher hingenommen (man lese dazu das Buch von Fischer "Frauen jenseits 40" ).

Ferner gilt heute wie schon früher: man sollte sich nicht am NEGATIVEN anderswo und zu anderen Zeiten orientieren, sondern das POSITIVE, das möglich wäre, umsetzen!


Von den Nachteilen dieser althergebrachten Familienwirtschaftsannahme in heutigen Zeiten sind all jene betroffen, die sich nicht finanziell eigenständig über Wasser halten können, jedoch mit anderen Menschen zusammenleben, zusammengelebt haben oder bei denen eine Wirtschaftsgemeinschaft gegen den eigenen Willen festgestellt wird.

(Dazu gehören meines Erachtens nach auch alle Männer, die wider Willen Vater geworden sind! Anstatt den Vater für sein "Missgeschick" zu bestrafen durch Unterhaltszahlungsverpflichtungen und ihn ggf. Sogar indirekt vor Gericht zu schicken, damit er "der blöden Erzeugerin seines Kindes" aus Rache über das finanzielle Desaster das Sorgerecht aberkennen lässt oder so viel Umgang mit dem Kind erkämpft, dass er nichts bezahlen muss, ist nicht rein auf der Bosheit ungewollter Vaterschaften gewachsen. Die Idee dazu kann nur in Gemeinschaften wie unserer verwirklicht und ausgelebt werden, in der der Boden für solche Streitigkeiten gegeben ist.)


Der Staat hat auf seine Hilfen die Sippenhaft als Normalfall gesetzlich verankert, um Kosten bestmöglich zu sparen, obwohl die meisten Klagen dagegen dem Einzelnen Erfolg bringen.

Zuvor muss jedoch oft Einschüchterung oder Kontrolle des Privatlebens erduldet werden oder aufgrund eigenen Kämpfens dagegen ohne das bewilligte Geld ausgekommen werden.


Nach gängiger Gesetzgebung ist Unterhaltsvorschuss vorrangig vor anderen Sozialleistungen wie ALG-II zu beantragen.

Familien, bei denen der "nicht in der Gemeinschaft" lebenden Elternteil unfähig oder unwillig ist, "ALIMENTE" zu zahlen, können ihr Kind mit diesem DARLEHEN existenzsichern, das prinzipiell vom "Zahlungsverpflichteten" schnellstmöglich zurückzuzahlen ist.


Die Grundidee ist die Familie als Versorgungs- und Ernährungsgemeinschaft, auch wenn sich die Eltern eines Kindes -sogar einvernehmlich- dagegen ausgesprochen haben, so eine Gemeinschaft zu sein.

Hartz IV hat diese Form der "staatlich verordneten Sippenhaft" oder "finanziellen Zwangsheirat" auf andere zwischenmenschliche Wohn- und Freundschaftsverhältnisse ausgeweitet.


Der Staat verpflichtet zu allererst die Eltern, "sich die Kinder als ihr eigenes Hobby" zu "halten" und gleichzeitig den gesetzlichen Rahmenbedinungungen für eine angebrachte Erziehung nachzukommen. Er sichert die Kinder nicht finanziell ab – abgesehen von dem bedingungslos gezahlten Kindergeld - sondern schiebt sie so lange auf die Tasche ihrer Eltern, wie es nur irgend möglich ist (man denke an die Stallpflicht Erwachsener Jugendlicher ohne ausreichendes Einkommen, die BAFöG-Gesetze etc.).


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Nur in Notfällen – die sich jedoch mehr und mehr häufen – streckt der Staat in Form der Unterhaltsvorschussstellen der Jugendämter Geld vor...


Damit und durch die Unterhaltsregelung allgemein ("Düsseldorfer Tabelle") wird die finanzielle Abhängigkeit von zwei freien Individuen aufgrund gemeinsamer Kinder staatlich untermauert. Möglicherweise "unklare" Verhältnisse (Liebesbeziehung, Notgemeinschaft, in der ein Erwachsener den anderen vor Obdachlosigkeit etc. bewahrt, zweck- oder kindorientiertes Eltern-Kind-Wohnen ohne Liebesbeziehung, freies Beitragen zur Erziehung ohne geldliche Verrechnung) sollen somit passgerecht umgeändert werden in


"Zwangsheirat (=volles Bekennen zum"Partner", auch wenn dieser einen gar nicht haben will oder ihn sich nicht leisten kann)" oder


"klare Trennung" (auch verbunden in neu entstehendem Rechtstreit, Änderung privater Lebensgewohnheiten aufgrund einer Zahlungsverpflichtung, Eltern streiten ums Sorgerecht aus FINANZIELLEN Gründen, nicht primär wegen der "Erziehungsbestimmung"oder "für das Kindswohl").



Familien, bei denen jeder für sich allein finanziell aufkommt oder es einem der Angehörigen von sich aus nichts aus macht, auf Zahlungen anderer zu verzichten, sind von diesen Gesetzen nicht betroffen.

Millionen Mütter und auch eine ganze Reihe Väter sind nicht auf staatliche Hilfen oder die Zahlungen des anderen Elternteils angewiesen, obwohl ihnen diese prinzipiell zustehen würde.

Sie verzichten aus Einfachheit, Nichtwissen, Freundlichkeit oder Stolz darauf.

Diesen Verzicht kann sich aber nicht jeder Mensch leisten. Gerade diejenigen, die vom Existenzminimum leben, können das in der Regel nicht auf Inanspruchnahme von Unterhaltsvorschuss verzichten. Ihnen wird sogar dieses Existenzminimum (ALG-II) nur gewährt, wenn sie alle anderen Geldquellen – also auch private Gelder von Angehörigen – ausgeschöpft haben oder deren Nichtvorliegen nachgewiesen haben.

Solche Familien gibt es immer mehr, denn ein Teil der Menschen möchte seine Vermehrungswünsche nicht von seinem Budget oder seiner Beziehungssicherheit abhängig machen. Etliche Kindesentstehungen sind auch -zumindest einseitige - Unfälle oder Fügungen in das Schicksal.


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Fazit mit gesellschaftlicher Folge:


In unserer unterm Strich doch recht kinderfeindlichen Gesellschaft ist der finanzielle Anreiz*, ein (weiteres) Kind zu kriegen, winzig trotz aller Schönrederei und von der Leyens konservativ-gespiegelter Propaganda (es ist nämlich eine Frage, ob der Mann/Hauptverdienende es sich "beruflich leisten" kann, zu Haus zu bleiben oder ob er und die Frau überhaupt konservativ als Familie zusammenleben!).

Wer sich für Kinder entscheidet, gerät oft per se in einen beruflich-privaten Konflikt oder muss zumindest Partner, Freunde und Familie stärker einspannen oder Vermögen/leistungsloses Einkommen haben.

Auch bei der Kinderbetreuung agieren Eltern „wirtschaftlich“ und Kinderbetreuende nicht minder, da sie „von der Fremdbetreuung der Kinder leben“.


*insbesondere für diese Personengruppen sind (finanzielle) Anreize für Kinder sehr gering:


auf sich selbst bezogene Individuen


karriereorientierte Menschen (in unsicheren Verhältnissen, sie verdienen viel, aber unbeständig und ähnlich sieht es mit der Zeit aus, die für „feste Hobbys“ wie Kinder zur Verfügung stünde)


"Berufsfixierte", die keine Aussicht auf ein nach ihrer Definition ausreichend hohes Einkommen haben

(hier findet sich die Kinderangst der Aufstocker-Friseurin, die vollzeitbeschäftig ist und ebenso auch die des Dauerpraktikanten... gemeint sind alle Menschen, die zwar an sich gern irgendwann Kinder hätten, die aber mit Kindern auf sehr vieles verzichten müssten oder die im Kinderfalle (mehr) Sozialleistungen beantragen müssten. Es sind die Menschen, die gehemmt sind, an eigene Kinder unter solchen finanziellen (Dauer)Verhältnissen zu denken.

Für sie ist es eine Scham, Kinder nicht „selbst ernähren“ zu können oder für Kinder das Risiko auf sich zu nehmen, „berufliche Abstriche zu machen“, weswegen sie sich und teilweise sogar verurteilend andere Menschen nicht für würdig befinden, Kinder in die Welt zu setzen. Für Kinder würden sich diese „berufsfixierten Geringverdiener“ erst entscheiden, wenn so viel Einkommen vorläge, dass die Kinder unkompliziert aus dem (sehr fordernden) Berufsleben der Eltern „wegzudelegieren“ wären, Babysitter, KiTa etc.)


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Lösung (die beste Antwort auf all die genannten Probleme)


Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) schlägt durch seine Besonderheit der UNABHÄNGIGKEIT von PRIVATEN VERHÄLTNISSEN (auch gegenüber dem FDP-Bürgergeld-Modell!) eine völlig neue Richtung ein.

Die ganze Diskussion über Arbeitszwang und Einkommensrechtfertigung, Arbeitsmotivations- und Faulheitsdebatten, Vorteile des BGE für Unternehmer und Angestellte ... (siehe www.buergerinitiative-grundeinkommen.de) hat mit diesem Punkt zunächst NICHTS zu tun!


Kinder gelten auch heute als "nicht erwerbsfähig" und somit kann diese Unterhaltsdebatte unabhängig vom persönlichen Empfinden für oder gegen ein allgemeines bedingungsloses Grundeinkommen geführt werden.


Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) macht die finanziell motivierten Privat- und Ämterstreitigkeiten die Kinder betreffend völlig überflüssig!


Es wäre im Fall von Kindern gleichbedeutend mit einer Kindergelderhöhung auf die gesicherte, vom Einkommen der Eltern unabhängige Existenzgrundlage, die auf keinerlei andere Leistung angerechnet werden kann.


Die Höhe ließe sich anpassen und je nach Modell fällt sie höher oder geringer aus.

Wichtig ist, dass unterm Strich das Kind nicht finanziellen Nachteil für die Eltern oder Betreuenden bedeuten darf.

Ein Grundeinkommen, das diese Nachteile jedoch mit sich brächte, würde seinen Zweck verfehlen.

Unterschiede für die Berechnung der Höhe eines solchen BGE (für Kinder) ergeben sich aus dem gesellschaftlichen Vertrauen in die Erziehenden und in der Form der Eigen- oder Fremdverantwortung: wird Geld für Kindergärten, Krankenkasse etc. mit ausgezahlt oder geht es direkt an die zuständigen Träger oder Dienstleistenden? Ist Essen in Betreuungseinrichtungen kostenlos oder kostenpflichtig? Wie viel über die Kindererziehung (zu der neben Konsum auch Kindergarten und Schule sowie später die Ausbildung gehören) dürfen Staat oder Eltern überhaupt bestimmen bzw. direkt beeinflussen?



Das Grundeinkommen stellt die Kinder in ihren finanziellen Grundbedürfnissen einander gleich, egal, unter welchen Umständen sie gezeugt oder geboren wurden und unter welchen sie aktuell leben.


Abschaffung sämtlicher Kinderfreibeträge zugunsten eines auskömmlichen (Kinder-)Grundeinkommens bedingungslos für JEDES Kind (ja, für ALLE Kinder und auch Kosten für das Wohnen müssen darin abgedeckt werden, Kinder verursachen selbstverständlich Mietkosten, sie brauchen nicht unbedingt eine eigene Wohnung, aber die Wohnung ihrer Eltern sollte doch etwas größer sein dürfen, als für einen oder zwei Erwachsene allein minimal nötig ist...) wäre der erste Finanzierungsgedanke.

Dies würde auch die Unterschiede zwischen armen und reichen Kindern verkleinern. Für einkommensstarke Familien muss ein Gewinn vorhanden sein, der jedoch "netto" nicht zwangsweise größer sein muss als das im Moment gezahlte Kindergeld. Steuererleichterungen für Familien fallen weg bei konsequenter Abschaffung der Sippenhaft.

Steuern für alle ob mit oder ohne Kind könnten gleich bleiben oder sogar etwas steigen... die Kinder bringen dann das fehlende Geld eigenständig zurück in die Familie, so diese eine Wirtschaftsgemeinschaft ist. Für Arbeitslose und Geringverdiener wäre das eine deutliche Verbesserung, für Vielverdiener ein sicher zu verschmerzender Verlust, wenn überhaupt Verlust.

Singles zahlen, solange sie keine Kinder versorgen, und tragen die finanzielle Verantwortung für von ihnen nicht geleistete Erziehungsarbeit mit.

Eltern werden steuerlich wie Singles behandelt, sie müssen dafür von ihrem eigenen Geld ihre Kinder nicht mehr ernähren (sprich grundfinanzieren). Für zusätzliche Förderung der Kinder in Bildungs- und Freizeitangeboten kann elterneinkommensunabhänig Raum für Selbstorganisation geschaffen werden (etwa mit dem Grundeinkommen für Erwachsene oder ohne BGE über andere Steuerabgaben für Jugendarbeit... wer dann keine eigenen Kinder bekommt oder keine adoptiert, wäre selber schuld, wenn er diese neuen Chancen nicht wahrnähme...).

Das Kind bringt bei arm und reich sein eigenes Geld mit. Reiche Eltern werden sicher trotzdem noch einiges mehr ausgeben für ihre Kinder, aber das soll ja auch nicht verboten werden.


Um auch im Arbeitsleben eine Verbesserung der Umstände in der Gesamtheit zu erreichen, sieh man sich die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens als solches einmal an (www.monratos.com).

Das Grundeinkommen für Kinder wäre eine Möglichkeit zur schrittweisen Einführung des BGEs für alle.


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Diskussion eines häufig genannten Kritikpunktes: Bereicherung am Kindereinkommen


Dass sich Menschen an der Existenz ihrer Kinder und den daraufhin erfolgten staatlichen oder privaten Subventionen (ALG-II, Kindergeld, Unterhaltszahlungen etc.) bereichern, ist eine demagogische Floskel, die die Realität völlig entstellt.


Wenn jemand rein aus wirtschaftlichen Gründen bewusst Kinder in die Welt setzt, dann ist das eher so, dass er/sie dadurch einen "staatlich subventionierten Familien-Vorstands-Low-Income-Job" akzeptiert anstatt sich damit "große Gewinne" einzufahren.*1

Aber für so eine eher verzweiflte oder niederträchtige Motivation -also rein eine (beruflich-) finanzielle Motivation fürs Kinderkriegen, ohne eigentlichen Herzenswunsch nach Fortpflanzung und niedlicher kleiner Gesellschaft – ist die gesamte Marktlage verantwortlich!


Warum soll – ganz logisch betrachtet – ein Mensch mit geringen Chancen und geringer Ausdauer in den herkömmlichen Berufsbildern – nicht lieber seine Schönheit zur "Paarung" und seinen Familiensinn ausnutzen, um "mit Familie" seinen Lebensunterhalt sichern, erst recht, wenn dieser Beruf bei Fremdkinderbetreuung schon lange angesehen ist?

Diese, wenn auch bei offener Aussprache gesellschaftlich geächtete, Antwort auf Sozialkahlschläge und düstere Tristesse ist doch gar nicht die schlechteste in einem Land mit rückläufiger Geburtenziffer!

Die eben genannte Kinderkriege-Motivation mag von Leuten aus Industrienationen oft abwertend in Bezug auf Entwicklungsländer gesagt werden (in der Form, dass Kinderreichtum eigenen Reichtum bedeutet), aber schließlich steckt dahinter, dass weder in den Industriestaaten noch den Entwicklungsländern unterm Strich für diese Menschen eine bessere Alternative besteht, so dass wirklich nur idealistisch-kinderfreundliche Menschen jeglichen Sozialstatus' Kinder bekommen und deren Erziehung nicht wie einen Job aborganisieren, sondern sich diesem stets hingebungsvoll widmen.


Weitere Enttarnung der Floskel: "Kinder kriegen, um sich daran zu bereichern":

Menschen, die Gelder veruntreuen (sprich nicht für den eigentlichen Zweck aufwenden) gibt es überall und dass auch mal über den Durst getrunken wird auf Kosten der ausgewogenen Ernährung des eigenen Kindes – dass es so etwas GIBT, ist leider nicht von der Hand zu weisen! *2

Aber es ist nicht die Regel, auch nicht bei ALG-II-Empfängern, im Gegenteil. *3

Anmerkung: Würden alle Unterhalts- und Kindergeldempfänger das Geld völlig zweckentfremdet ausgeben, so würde dies immernoch ein kleines Sümmchen gegenüber anderen Veruntreuungen aus dem Wirtschaftsleben darstellen.


De Facto ist es so, dass das Kind nicht von den Geldern allein menschenwürdig leben kann (gemessen am Standard der Mieten, KiTa-Gebühren, Essens-, Kleidungs- und Spielzeugpreise und verglichen mit den üblichen Ausgaben, die Eltern dafür haben) und Eltern mit geringem Einkommen für ihre Kinder "draufzahlen".

Mit Kindern und durch Elternschaft wird ein enormer Markt erschlossen*4 (etwa Spielzeug- und Betreuungsindustrie, Ausbildungsindustrie und verteuerte Artikel für den Grundbedarf von Kindern).


Der Alleinerziehendenzuschlag vs. dem "Kinderzuschlag" sind kleine Trick, "unklare Familien" zu "klaren Verhältnissen" aufzurufen. So müssen die Beteiligten abhängig von ihrer privaten und beruflichen Situation sowie ihren Ansprüchen an Unabhängigkeit von einander entsprechend erst überlegen, ob sie lieber allein oder zusammen wohnen möchten oder können (für Studenten etwa kann eine offizielle Trennung der einzige Weg sein, seine Tätigkeiten unverändert fortzusetzen, ohne die Sicherung des Haushaltes aufzugeben oder indirekt finanziell für das Familienleben bestraft zu werden).


Ferner wurden Kindergeld und Unterhaltsbeträge zu Beginn des Jahres 2010 deutlich angehoben. Dem Kind steht also gesetzlich auf der einen Seite mehr zu... auf der anderen muss in armen Familien ein Kinder für die gesamte Sippe mit aufkommen...

Durch diese Gelderhöhungen soll vermutlich nur erreicht werden, dass manche Familien nicht mehr ALG-würdig werden oder auf den Antrag verzichten. Ein Geringverdienender Alleinerziehender freut sich über jeden Gängel-Gang, den er spart, wenn dabei nur 40 EUR herausspringen.

Wenn man etwa nur so um die 10 bis 200 EUR aufstocken müssten, lässt man es vielleicht oder kommt mit Wohngeld aus...

(Das Jobcenter als Institution, die der Steuerzahler finanziert, verliert durch diesen Schritt Kunden oder Fälle - inklusive Krankenversicherung, Sozialfahrkarte, GEZ-Befreiung, Rentenversicherung und nicht zu vergessen der Vermittlungsdienstleistung. Der Anreiz, sich den Mühlen und Mühen für ALG-II auszusetzen, ist durch das höhere Einkommen der Kinder gemindert. Das zusätzliche Geld kommt aber gerade in diesen "Grad nicht mehr ALG-II-Familien" wohl kaum explizit den Kindern als Gewinn zu gute. Diese Eltern kämpfen eh finanziell ums Überleben (sog. "prekärer Wohlstand") und können nicht speziell durch die Kindergelderhöhung die Ernährung oder Bildung etc. ihrer Kinder verbessern. Nur den sowieso "ein wenig oder viel besser Gestellten" kommt diese Erhöhung klar zu Gute, wenn es nicht nur Peanuts sind bei gehobenen Ansprüchen ;-))



Anmerkungen:


*1 Die Angestellten von Ämtern, die Medizin und die Ausbildungsindustrie sowie alle anderen Industriezweige jedoch machen aufgrund dieser "Kundenproduktion" ebenso wenn nicht gar größere Gewinne... all jenen ist finanziell nur wichtig, dass die Eltern bzw. die Kinder selbst irgendwie das Geld für diese Produkte oder Dienstleistungen "locker machen" (sprich irgendwie gerechtfertigt bekommen oder direkt weitergeben).


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*2 Jedoch nicht nur "Zuhausehocker" vernachlässigen Kinder, immer wieder gehen Eltern einer Erwerbsarbeit nach und müssen die Kinder ihren Angehörigen oder Freunden überlassen bzw. aus eigener Tasche bezahlte Aufpasser finanzieren und wenn sie das nicht können, bleibt das eine oder andere (kleine) Kind allein zu Haus oder auf dem Spielplatz. Das war früher normal, heute geht es aus diversen Gründen nicht mehr so einfach und ist gesetzlich auch weitreichend verboten -wenn auch nicht ohne Anhaltspunkte straf- oder kontrollierbar.

Menschen, die ihre Kinder zur Arbeit zwingen oder deren Einkommen nicht immer ganz angemessen "verwalten" (vom Ladenputzen bis hin zum Turnküken oder dem jugendlichen Superstar), sind nicht bloß arbeitslose Aufgeber, sondern auch knallhart ans eigene Wohl denkende Erfolgsmenschen.


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*3 Aus krassen Einzelfällen und den durch die Arbeits- und Verdienerwelt geförderten Klischees des perspektivlosen "Zuhausehockern" stammt das verallgemeinerte Bild vom "berufslos bloß Kinder machen, um von deren Geld zu leben".

Gerade was die Arbeitslosen angeht, die von ALG-II leben oder die durch ALG-II-Leistungen aufgestockt werden (und mitunter voll beschäftigt sind oder ein EUR-Jobs machen...), so sind die Kinder dieser Menschen denen aus nicht-ALG-II-Haushalten in keiner Weise gleichgestellt.

Denn die ALG-II-Kinder müssen vom gesetzlichen "Mindestunterhalt" anteiligt ihre Eltern mitfinanzieren (das Existenzminimum für Kinder ist im ALG-II-Gesetz deutlich niedriger angesetzt als die Summe aus Mindest-Alimenten, auf denen Unterhaltszahlungen und Unterhaltsvorschuss basieren, und staatlichem Kindergeld). Somit trägt der STAAT die Verantwortung dafür, dass Kindergeld anteilig versoffen, verraucht oder anderweitig von den Eltern für sich ausgegeben wird!

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Kommentar zu dieser Anmerkung:

Als im Januar 2010 Kindergeld und Unterhaltsvorschuss erhöht wurden, konnte ich meinem Sohn keinerlei Spielzeug, Essen etc. zusätzlich kaufen, der Überhang wurde eiskalt zurückgefordert und daher habe ich mein übliches teilweise Bio-essen vom Geld gekauft, das eigentlich speziell an meinen Sohn gerichtet ausgezahlt wurde.

Bei uns wie auch unzähligen weiteren Betroffenen verschob sich lediglich die Einkommensverteilung. Im Geldbeutel gab es kein plus.

Durch diese Gelderhöhungen soll vermutlich nur erreicht werden, dass manche Familien nicht mehr ALG-würdig werden oder auf den Antrag verzichten...


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*4 Trotzdem sind viele Eltern in die Schaffung dieser Angebote nicht integriert. Dass nicht alle darin integriert werden können, liegt unter anderem auch daran, dass unser Wirtschaftssystem mit immer weniger Menschen auskommt und "spontan und für einfache Menschen möglich" gewissen Produkt- oder Dienstleistungsangebote erschwert oder sogar untersagt sind (Kindebetreuungs-Richtlinien sehr bürokratisch und gefährliche Versicherungsfragen, Gefahr, sich wissentlich oder unwissentlich in einem Schwarzarbeitsverhältnis zu befinden... die eigene Berufs- oder Berufslosigkeitslage erfordert zur Verbesserung oder Behebung dieser sehr gute Anpassung und Verbindlichkeit, so dass spontanes Aushelfen und Freundschaftsdienste nicht die Regel werden und wenn doch, den Helfenden einschränken oder ausbeuten).

Im Übrigen: an Kinderbetreuung und überhaupt dem Geld, das für Kinder vorgesehen ist, ist große Bereicherung möglich und sogar erwünscht: Man darf nämlich jedes Kind mitunter für horrende Summen betreuen, solange es nur nicht das eigene ist! Der Staatliche Behörden betreiben sogar "Kinderhandel": "Fälle" für das Jugendamt gehören zu dessen Rechtfertigungen (und sind somit für die Rechtfertigung und auch den Lebensunterhalt der Angestellten wichtig). Kinder, die in Einrichtungen betreut werden, finanzieren durch ihre Einnahmen (Kindergeld, Elternunterhalte) nun diese Einrichtungen. Es ist schon lange nicht mehr so, dass Waisenhäuser oder Kinderheime dazu da sind, dass Familien und vor allem von Elterntod oder Vernachlässigung betroffenen Kindern geholfen werden soll. Es gibt zwar bis heute der großen Aufgabe ehrlich und idealistisch verpflichtete Mitarbeiter, die Einrichtungen als solche arbeiten jedoch teilweise schon sehr gewinnorientiert. Wer einmal in der Mühle des Kindesentzugs aus "angeblich hehren Motiven" drin steckt, kommt da so schnell nicht wieder raus. Was heute alles an nebenwirkungsintensiven Psycho-Pharmazeutika in die Kinder gekippt wird, bloß weil sie hippelig sind, sich in der Schule kloppen oder weinerlich sind etc., zeigt diese Perversion weggekehrt vom Gesunden.

Es geht in fast allen der Autorin bekannten Fällen von "Kindesentzug zu dessen Wohl" ausschließlich um Machtausübung und Gewinnerwirtschaftung durch Ämter und deren angeschlossene oder integrierte Ausführende. Das Kind wird – soweit es wie in den meisten Fällen etwas dazu sagen kann – nicht gefragt oder sogar bestraft und hintergangen. Dazu schaue man sich einmal diese Seite an: (die von Berthild und von der Frau Schirrmacher).

Das Problem des Anreizes für eine Ämter-Kinder-Handelei könnte durch ein ausschließlich dauerhaftes BGE nur für Kinder theoretisch sogar vergrößert werden.

Doch meine Hoffnung: Menschen, die dieses Problem, dass Ämter mit Kindern handeln, überhaupt als eine Gefahr erkennen oder wahrnehmen, können in der Regel so weit über den Tellerrand blicken, dass sie von sich aus eine andere Politik und Gesellschaftsordnung anstreben. Das BGE für alle würde die Selbstrechtfertigung und Erpressbarkeit der „mit Kindern Arbeitenden“ ebenfalls wunderbar lösen.

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Weitere Diskussion/Meinungen:



Es gibt natürlich auch etliche Eltern, die aufgrund der Kindschaft weniger Arbeitsmotivation und Arbeitsverwendung auf dem kaltherzigen kapitalistischen Arbeitsmarkt finden, sie sind aber durch die Kindschaft und die daraus resultierenden Aufgaben finanziell stärker belastet als Singles, die einfach so weniger in die Arbeitswelt passen als Musterexemplare.

Aber muss „der Mensch“ für den Arbeitsmarkt funktionieren? Oder muss sich dieser dem Menschen anpassen?

Ist die Genusserwartung höher, wenn Menschen sich als Mensch im Mittelpunkt fühlen und klar ihre eigenen Wünsche aussprechen können, oder wenn ihre Lebensgrundlage allein auf fremdbestimmten Ableisten basiert, das man nur durch materielle Zwänge „innere Werte“ nennt?

Kein Kind möchte „Verwaltungsmensch“ oder „Versicherungsmakler“ werden, da wird schon öfter mal der Müllmann genannt, wenn es nicht Astronaut oder Arzt ist! Feuerwehrmann und Lehrer stehen hoch im Kurs wie Bauarbeiter oder Erfinder... Lokführer, Verkäufer... alles, wo man selbständig agiert, den Sinn bereits als Kind begreift... und wo man hilft und dafür geehrt wird (Polizist, Krankenwagenfahrer...). Doch wie wird man dann Jobcentersachbearbeiter oder Unterhaltsvorschusskontrolletti? Woher kommen sie, die Sozialermittler und Lebensmittelprüfer?

In einem komplexen System etwas kontrollieren scheint Befriedigung zu erzeugen (Lokführen ist auch etwas kontrollieren!) aber die meisten dieser Tätigkeiten werden ausgeübt, weil sie bezahlt werden scheinbar dem Leben Sinn geben... und so mancher entwickelt darin eine wahre Freude und ist so ordentlich und organisationstalentiert, dass auch ich als Bürokratieverächterin diesen Vorteil klar anerkennen muss... was ich jedoch nicht akzeptiere, ist, dass das Leben/die Lebensqualität anderer Menschen so stark von solchen staatlichen Apparaten und damit der Freude der Verwaltenden oder deren Bestimmern abhängt... das wäre wirklich änderbar, mit einem BGE!


Durch „finanzielles Austrocknen“ (Gunnar Heinsohn, Prof. in Bremen) letztlich die Kinder für diese „Arbeitsmarktunverträglichkeit“ zu bestrafen, ist in meinen Augen der falscheste Weg überhaupt, da er den Wert des Menschen nicht nur finanziell erfasst, sondern dazu auch noch herabsetzt. Das natürliche Recht, einer solchen Jugend gegen die Umstände ihrer „Geldgeberumwelt“ zu rebellieren, liegt in meinen Augen bei 100% und ich muss befürchten, dass solche Kinder in ihrem Natürlichen Recht auf Selbstbehauptung (die als solche keine gesetzliche Obrigkeit akzeptieren muss) keine Unterschiede machen und auch ihnen wohlgesonnene Menschen wie mich gnadenlos ausrauben oder mitbestrafen würden, wenn sie zuvor von Lebensmittelgutscheinen und Knasteltern „großgezogen“ oder denen zwangsweise weggenommen wurden!

Auch für einen Gebildeten Menschen ist gut nicht immer klar von böse zu trennen... woher wohl diese vielen Steuerhinterziehungen und Geldwäschen? Doch wenn „der Staat“ an sich unbelastet Gemüter (die sozial denken, aber die Gesetzgeber belügen, um Notleidenden zu helfen oder um ihre eigene Handlungsfähigkeit zu bewahren) in kriminelle Rollen drängt, hat er ausgespielt und faschistoiden oder mafiösen Strukturen steht kaum noch etwas im Weg.


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Brocken aus einem Gespräch zwischen einer Mutter auf ALG-II Erziehungsurlaub und einer Mittelständlerin (kinderlos, fest angestellt):

wieso soll ich Kinder kriegen? Kostet doch nur mehr und dann könnte ich nicht arbeiten...


Vorschlag: bedinungsloses Kindergrundeinkommen zur Vereinbarkeit von Job und Familie...


wie jetzt, Du schlägst vor, dass ich, Steuerzahlerin, den weniger erfolgreichen, also faulen Menschen, die Kinder bezahle?

Mach ich doch jetzt schon und das soll noch mehr werden?

Ne, sollen die selber zusehen. DIE wollen doch Kinder haben, sind ja nicht meine...


Aber die Kinder können doch nix dafür!


Sollen sich die Eltern mal auf'n Hosenboden setzen und was ändern... ICH hab ja auch was aus mir gemacht...


und wenn Du alt bist, wer soll sich dann um Dich kümmern? Ich hab ja immerhin wen, der später mal arbeiten könnte, falls man ihn denn dafür überhaupt noch braucht...


Na dafür verdien ich doch jetzt gut, da wird’s schon wen geben, den ich dann davon bezahlen kann!


Ist es mehr wert, Kinder zu bekommen oder sie zu finanzieren durch völlig entfremdete Tätigkeit in dieser Steuerzahlergesellschaft?

Schreit aus dieser Situation der Sozialneid einer arbeitslosen Mutter, die ihr Kind nicht selbst ernähren kann und dauerhafte Sicherheit für ihr Kind möchte, oder eher eine Sklavenhaltermentalität der restlichen Gesellschaft, die (nicht eigenen) Kindern nur widerwillig die Steuern abdrückt und später dafür gehorsame und käufliche Bürger erwartet, zu denen diese Kinder heranzuziehen sind?


Ist nun der Staat dafür verantwortlich, gebär- und zeugungsfähigen Menschen (finanzielle) Anreize für Kinder zu verschaffen? Oder kann er mit kleinen Maßnahmen die Unabhängigkeit der Individuuen betreffend Kinderfreundlichkeit erzeugen, ob der einzelne nun so oder so denkt?


Die Mehrheit passt sich den Gesetzen an oder lernt mit ihnen umzugehen... warum nicht einmal ein „die Freiheit und Sicherheit gleichermaßen“ stärkendes Gesetz probieren, das nicht in erster Linie die „armen Menschen“ in Kriminalität treibt? Warum nicht einfach mal etwas probieren, was die BGE-Freunde ruhig stimmt und abwarten, ob die allgemeine „BGE-Unlust“ vieler Nimmerzufriedener tatsächlich so groß ist, dass sie dagegen rebellieren?

Umgekehrt werden ständig Beschlüsse gefasst, die die Menschen auf die Palme bringen, die weg von Eigenständigkeit und Freiheit führen, die zu Lebensformen führen, in denen man des anderen Knecht ist (anstatt dessen Helfer) -stets gewillt, ihn zu übervorteilen zugunsten des individuellen Existenzminimums?


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